Wer eine neue Arbeit brauchte, suchte bisher bei Jobbörsen wie StepStone oder sozialen Netzwerken wie XING passende Stellen. Mit Google for Jobs wird das nun anders. Nachdem der Stellen-Vermittlungsdienst bereits seit zwei Jahren in den USA genutzt wird, gibt es das neue Feature nun auch in Deutschland. Hatten zuvor nur wenige Nutzer Zugriff, kommt ab sofort jeder in den Genuss der neuen Funktion. Wir haben uns die neue Job-Suchfunktion mal genauer angesehen.

Leichter zum neuen Job mit Google?

Stichwörter wie „Jobs in Hamburg“ oder „Job Marketing“ genügen, damit das neue Feature von Google Stellenangebote ausspuckt. Drei relevante Angebote erscheinen den Suchenden in einem großen, blau umrandeten Kasten. Mindestens 100 weitere Jobs können den Interessenten bei Bedarf angezeigt werden. Mit Klick auf eine der Stellenanzeigen erhalten die Jobsuchenden nähere Informationen zum Job. Um den individuellen Suchkriterien gerecht zu werden, lassen sich verschiedene Filter wie Standort, Branche, Vollzeit oder Teilzeit auswählen.

StepStone, XING & Co. bald überflüssig?

Eins ist klar, Google for Jobs wird den deutschen Stellenmarkt gewaltig umkrempeln. Aber gehören damit bestehende Online-Jobvermittlungsdienste der Vergangenheit an? Jein! Google holt vielmehr bekannte Karriereportale mit ins Boot. Unter anderem Monster, XING, LinkedIn, Absolventa, jobs.zeit.de, aber auch Verlagshäuser wie die Südwestdeutsche Medienholding oder die Frankfurter Allgemeine Zeitung kooperieren bereits mit dem Konzern. In der Hoffnung auf eine gute Platzierung in den Suchergebnissen stellen die Partner ihre Jobinhalte dem Konzern kostenlos zur Verfügung. Alles nur Strategie? Als Quasi-Monopolist hat Google große Macht darüber, auf welchen Anbieter ein Jobsuchender klickt. Kein Wunder, dass manche Jobportale einer Zusammenarbeit nicht widerstehen können. Aber was nützt eine Kooperation, wenn sich viele andere dahinter einreihen? Der eigentliche Vorteil für die Partner könnte verpuffen und Googles eigener Dienst wird stärker. Nicht unkritisch sehen auch Verlegerverbände das neue Feature von Google, die eine Verzerrung im Stellenmarkt befürchten.

Chancen nutzen und Fehler vermeiden

Während die einen skeptisch bleiben, sehen die anderen in Google for Jobs absolutes Potenzial für Recruiter. Immerhin gibt es das Feature mittlerweile in 120 Ländern, sodass vor allem globale Unternehmen bei der Suche nach dem richtigen Bewerber profitieren könnten. Wenn Sie auch ein Stück vom Kuchen abhaben möchten, sollten Sie auf jeden Fall darauf achten, bekannte Fehler zu vermeiden. Einer davon wäre beispielsweise, kein Firmenlogo in dem neuen Google-Dienst zu hinterlegen: Sonst erscheint in der Jobliste nämlich lediglich der Anfangsbuchstabe Ihres Unternehmens. Eine direkte Zuordnung ist wichtig und kann bereits über Bewerbungen von Top-Kandidaten entscheiden.

Auch fehlende oder unvollständige Adressen sind ein No-Go. Denn gibt ein Bewerber „Jobs in meiner Nähe“ oder „Jobs Spitalerstraße Hamburg“ in die Google-Suche ein, wird ihm das Stellenangebot nicht angezeigt. Auch der Arbeitsweg, ein weiterer Vorteil von Google for Jobs, wäre so für den Kandidaten nicht sichtbar. Das ist nicht nur für den Interessenten ärgerlich, sondern auch für Sie. Schließlich geht Ihnen damit wertvolle Reichweite verloren.

Haben potenzielle Mitarbeiter Ihre Ausschreibung erst einmal gefunden, entscheidet die Optik darüber, ob sie auch gelesen wird. Fügen Sie daher auf jeden Fall HTML-Tags ein, damit der Interessent einen strukturierten Text vor sich hat. Die Tags für Zeilenumbrüche, Absätze und Listenpunkte sollten Sie also unbedingt anwenden.

Wir helfen gern

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Autor: Dennis Kück

Foto: https://jobs.google.com